Unsere pädagogische Umsetzung

Im Mittelpunkt unseres pädagogischen Handelns stehen die individuellen Bedürfnisse und Interessen der Kinder, ihrer Erfahrungen, Fragen und Antworten. Voraussetzung dafür ist eine anregende Umgebung und eine entspannte Atmosphäre. Um dem Kind und seiner Familie Sicherheit zu vermitteln, gibt es in unserer Einrichtung Regeln, Strukturen und Rituale. So gehört jedes Kind einer Stammgruppe an und hat seine festen pädagogischen Fachkräfte in der Kita. Diese sind auch Ansprechpartner*innen für die Eltern.

Übergang von der Familie in die Kita:
Ankommen und sich wohlfühlen
- Eingewöhnung

Um dem Kind den Einstieg in den Kita-Alltag zu erleichtern, haben wir ein Konzept zur sanften Eingewöhnung erarbeitet. 
Seit Sommer 2020 gewöhnen wir die Kinder in sogenannten Settings (Gruppen) ein. Dies bedeutet, dass zwei Erzieher*innen aus unserer Nestgruppe für mehrere Kinder gleichzeitig da sind und die Kinder von Beginn an zwei Bezugspersonen kennen lernen.  
„Bildung und Lernen braucht Beziehung – für eine positive Entwicklung.“
Edith Ostermeyer
Voraussetzung für eine gute und erfolgreiche Eingewöhnung ist die Bereitschaft von den Eltern, die Ablösung des Kindes zuzulassen und zu unterstützen. Die Eingewöhnung wird von den Fachkräften der Stammgruppe und von einer primären Bindungsperson des Kindes vorgenommen. Sie orientiert sich an den
Bedürfnissen des Kindes und ist grundsätzlich dann
abgeschlossen, wenn das Kind die Fachkräfte als
Vertrauenspersonen akzeptiert und sich von ihnen
trösten lässt.

In der Regel dauert die Eingewöhnungszeit 4 bis 5 Wochen. Es kann kürzer, aber auch länger dauern, bis sich das Kind an die neue Situation gewöhnt hat.

Übergang von der Krabbelkäfergruppe
zu den Stammgruppen

Wenn die Kinder drei Jahre alt sind, wechseln sie von
der Krabbelkäfergruppe in eine der Regelgruppen.
Der Übergang wird von beiden Gruppen gemeinsam
über einen längeren Zeitraum gestaltet.

Übergang von der Kita
in die Grundschule

Im letzten Kita-Jahr nehmen die Kinder am Vorschulprojekt teil. Sie erarbeiten Themen und nehmen an Aktionen teil, die sie auf den Übergang in die Schule
vorbereiten. Zudem lernen sie die Schule und zukünftige
Lehrkräfte kennen. Schulfähigkeit entwickelt sich aus der Fähigkeit zum intensiven Spielen.
Die Entwicklungs- und Bildungsdokumentation
gibt uns Fachkräften einen Einblick in die individuelle
Entfaltung jedes einzelnen Kindes auf dem Weg
zum Schulkind und hilft uns, das Kind besser zu verstehen. Dadurch können wir unser pädagogisches
Planen und Handeln an den Entwicklungsstand des
Kindes anpassen und mit seinen Stärken arbeiten.
Die Basiskompetenzen sind bedeutende Grundlagen
für die Schulfähigkeit des Kindes.
Schulfähigkeit wird ab dem ersten Kita-Tag erworben
und im letzten Jahr intensiviert.

Gelebte Pädagogik –
unsere Kita, ein offenes Haus für Kinder

Das Konzept der offenen Arbeit spricht von den „vier
Pädagogen“, die das Kind braucht, damit es die bestmöglichsten Bildungschancen hat. Unser Haus folgt
diesem Gedanken und achtet darauf, dass jedes Kind
diese „vier Pädagogen“ nutzen kann:
1. Die Kinder selbst sind ihre besten Lehrmeister. Sie
probieren permanent neues aus, gehen auf Entdeckung,
prüfen, ändern und erlernen forschend
die Welt. Unser Haus bietet u. a. mit unserer
Projektarbeit und dem Freispiel hier einen guten
Nährboden.
2. Das Spielen und Austauschen mit anderen
Kindern ist für jedes einzelne Kind ein weiteres
wichtiges Lernfeld und bietet ihm vielfältige Lernerfahrungen.
3. Der Raum ist ein Teil unseres pädagogischen Konzeptes. Er ist so gestaltet das sich Kinder darin
eigenverantwortlich bewegen und lernen können.
Er dient uns als dritter Erzieher.
4. Als Fachkräfte sind wir zunächst Beobachter*
innen dieses kindlichen Lernens. Wir passen unsere
Arbeit an die Bedürfnisse der Kinder an. Dabei
steht die Teilhabe der Kinder bei uns im Mittelpunkt.
Unsere Aufgabe sehen wir darin, eine passende
Balance halten zu können zwischen Unterstützung
und Selbstwirksamkeit der Kinder.

Ist das Kind gut bei uns in der Kita angekommen und
fühlt sich wohl, nutzt es immer selbständiger die ihm
zur Verfügung stehenden Funktionsräume im Innen und
Außenbereich. Es bringt so seine Entwicklung
und Bildung eigenständig und selbstbestimmt
voran. Darüber hinaus ermöglicht diese Sicherheit und Offenheit jedem Kind die intensive Auseinandersetzung
mit aktuellen Themen und Interessen unter anderem im Rahmen eines Projektes.

Wir begleiten in Projekten

Die Projektarbeit stellt für uns ein verbindendes
Element dar. Sie verknüpft Menschen und ihre
Themen, dabei fügen sich vielerlei Gedanken,
Erkenntnisse, Taten, Begegnungen und Dinge zu
einem sinnvollen Ganzen zusammen. Aus diesem
Grund begeben wir uns mit den Kindern auf eine
spannende, sich ständig wandelnde, abenteuerliche
Lernreise. Damit unsere Reise gelingt, braucht es
klare Verabredungen, Offenheit, Neugier, Spontanität,
Nachdenklichkeit und Mut zur Lücke, sowohl
von den Kindern als auch von den Erwachsenen.

Unsere Projektarbeit ermöglicht den Kindern in einem
Team Verantwortung zu übernehmen, verschiedene
demokratische Abstimmungsmethoden kennenzulernen, vereinbarte Regeln anzuwenden und einzuhalten und ein Thema gemeinsam zu Ende zu bringen. Die Basiskompetenzen werden dadurch intensiv angesprochen – das Kind lernt zu lernen.

Bildungsbühnen in unserem Haus

Wie findet bei uns Bildung statt?
Verlässliche Beziehungen sind Voraussetzung für
Bildung und gesunde Entwicklung.
Wir schaffen eine Atmosphäre des Vertrauens, in
der sich die Kinder mit ihren Stärken und Erfahrungen
entsprechend weiter entwickeln können und zum gemeinsamen Handeln angeregt werden. Das Kind sehen wir als eigenständige Person und geben ihm die Möglichkeit, sich individuell zu entfalten. Wir
begleiten und unterstützen es in seinem selbstgesteuerten Lernprozess, unter Berücksichtigung seines persönlichen Entwick-lungszeitraumes. Wir betrachten das Kind als Forscher, Entdecker und Gestalter seiner Selbstbildung.

„Elementare Erfahrungen, auf denen die weitere
Entwicklung aufbaut, wie in Pfützen planschen, auf
Bäume klettern, sich in Wäldern oder Höhlen verstecken,
über Zäune springen, in der Erde tiefe Höhlen ausbuddeln, mit Obstkernen weitspucken, in Brombeersträuchern eigene Buden bauen, nachts mit Freunden im Zelt schlafen, unreife Äpfel essen, Klingelstreiche
unternehmen und fortlaufen, Grimassen ziehen und die Hosentaschen voller Schätze haben, sind nicht nachholbar. Basteln und Blätter ausmalen hingegen kann man im Altenheim immer noch.“
Armin Krenz

Wahrnehmung

Lernen im frühen Kindesalter ist in erster Linie Lernen durch Wahrnehmen. Wahrnehmen erfolgt über die Fernsinne (Augen, Ohren, Nase), die Körperwahrnehmung (Erfahrung der Körpergrenzen) und die emotionale Wahrnehmung (Wahrnehmung von
Beziehungen, Liebe, Wut, Angst, Trauer etc.).

Sprache

Sprache ist das zentrale Mittel für Menschen, Beziehungen zu ihrer Umwelt aufzubauen und diese dadurch zu verstehen. Von besonderer Bedeutung ist dabei das soziale Umfeld.

Bewegung

Die Entwicklung motorischer Fähigkeiten geht eng
einher mit der Ausbildung sämtlicher Hirnfunktionen. Diese Erkenntnis unterstreicht die Bedeutung der Bewegungserziehung nicht nur für die körperliche Gesundheit. Durch Bewegung erobert das Kind seine Umwelt, gewinnt kognitive, affektive und soziale Erfahrungen und drückt sich aus.

Künstlerische Ausdrucksformen

Der gestalterisch-kreative Bereich gibt den Kindern
die Möglichkeit, eigene Gefühle und Erfahrungen
bildnerisch auszudrücken und darüber hinaus einen Zugang zur bildenden Kunst zu finden.

Religiöse Bildung

Religiöse Bildung versteht sich als Anleitung, die
Fragen des Lebens und des Glaubens zu entdecken und zu verstehen. Sie ist ein großer Teil der allgemeinen Bildung in unsere Einrichtung.

Gestaltung von Gemeinschaft und Beziehungen

In Beziehungen zu anderen Kindern und zu Erwachsenen, entwickelt das einzelne Kind Bildungs- und Beziehungsfähigkeit sowie notwendige soziale Kompetenzen. Hier lernt es Grundlagen für ein menschenwürdiges Miteinander.

Interkulturelles und interreligiöses Lernen

Kinder erleben in der Kindertagestätte ein Klima der Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Menschen, anderen Sprachen, Kulturen und Religionen. Kinder machen die Erfahrung von Fremd-, aber auch Vertrautheit und lernen andere Gewohnheiten, Bräuche und Handlungsweisen kennen und werden sich dadurch ihrer eigenen Prägung bewusst.

Mathematik – Naturwissenschaft – Technik

Kinder beginnen bereits mit der Geburt, durch kleine Experimente Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge herzustellen. Sie beobachten genau: „Was passiert, wenn …?“. Kinder stellen Fragen und suchen nach Antworten, dadurch wird das Bewusstsein für mathematische,
naturwissenschaftliche und technische
Zusammenhänge gefördert.

Naturerfahrung – Ökologie

In den vielfältigen Erfahrungen mit Pflanzen und
Tieren werden das Bewahren und das Erhalten des
natürlichen Gleichgewichtes der Natur konkret
erlebt und erfahren. Der sorgsame Umgang mit den endlichen Ressourcen der Natur, wird in unserer Kindertagesstätte in unterschiedlichen Lernfeldern erfahrbar gemacht.

Körper – Gesundheit – Sexualität

Kinder haben ein natürliches Interesse am eigenen
Körper. Sie sind von Geburt an sexuelle Wesen mit
eigenen sexuellen Bedürfnissen und Wünschen. Im
liebevollen Umgang mit dem Körper, entwickeln sie
ein bejahendes Körpergefühl. Die Wahrnehmung
eigener Grenzen und ein starkes Selbstwertgefühl
sind beste Voraussetzungen, um Übergriffe wahrzunehmen und sich davor zu schützen.

Medien

Kinder erfahren die Welt der Erwachsenen als eine,
in der Medien eine besondere Bedeutung haben. Der Begriff Medien umfasst alle Mittel zur Information, zum Lernen und zur Unterhaltung, also Bücher, Spiele, Filme, Fernsehen, Audio-Medien, PCs, usw. Welterfahrungen sollten medial unterstützt und ergänzt werden. Medien stellen zugleich eigene Erfahrungsräume dar. Gerade die Schulung der Sinne, ihr Aufschließen für die Welt, ist ein wichtiger Schritt in der Gesamtentwicklung der Kinder.

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.